Symbolbild Veränderungen der Augenstruktur

Grüner Star (Glaukom)

Krankheitsbild

Der Grüne Star kann zur Erblindung führen

Etwa drei Millionen Menschen in Deutschland leiden an einem krankhaft veränderten Augeninnendruck – Hauptursache für den Grünen Star, auch Glaukom genannt. Viele wissen zunächst gar nichts von ihrem krankhaften Druck im Auge, denn die Erkrankung macht erst einmal keine Beschwerden. Unbehandelt aber kann ein Glaukom schwere irreparable Schäden hervorrufen. In den westlichen Industrieländern ist das Glaukom eine der häufigsten Erblindungsursachen. Dramatisch ist dabei die hohe Dunkelziffer. Auf jeden bekannten Fall kommt eine noch unerkannte Erkrankung.

Eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Grünen Stars spielt eine spezielle Flüssigkeit im Auge. Damit die Form des Auges gewahrt bleibt, wird ständig das so genannte Kammerwasser gebildet. Diese Flüssigkeit sorgt für einen bestimmten Druck im Augeninneren. Im gesunden Auge besteht ein Gleichgewicht zwischen Produktion und Abtransport des Kammerwassers, der Augeninnendruck ist relativ konstant. Dieses Gleichgewicht kann aber gestört werden, vor allem beim Abfluss des Kammerwassers. Die Folge ist, dass der Augeninnendruck steigt.

Symptome des Grünen Stars

Für das Glaukom ist typisch, dass es sich lange Zeit unbemerkt entwickelt. Zunächst besteht keine Sehstörung. Man hat auch keine Schmerzen. Erst ganz allmählich kommt es durch die fortschreitende Schädigung des Sehnervs zu einer Einengung des Gesichtsfeldes, die selbst in fortgeschrittenen Stadien nicht wahrgenommen werden kann.

Nur durch eine Gesichtsfelduntersuchung beim Augenarzt können Schäden schon im frühen Stadium Gesichtsfelddefekte festgestellt werden. Vorhandene Gesichtsfelddefekte zeugen schon von einem längerem Verlauf der Erkrankung, die sich dann bereits nicht mehr in einem Anfangsstadium befindet. Unbehandelt droht die völlige Erblindung.

Risikofaktoren für die Entstehung des Grünen Stars

Grundsätzlich kann jeder Mensch an einem Glaukom erkranken, auch Kinder. Sind bereits Familienmitglieder betroffen, steigt die Gefahr für einen Grünen Star. Auch bei starker Kurzsichtigkeit nimmt die Wahrscheinlichkeit für ein Glaukom zu. Wer im Allgemeinen an Durchblutungsstörungen oder an Erkrankungen leidet, die die Blutgefäße verändern, hat ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Bei derartigen Vorbelastungen kann ein Glaukom schon in jungen Jahren entstehen.

Deshalb ist es wichtig, die Augen regelmäßig untersuchen zu lassen, bevor Schäden entstehen. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Betroffenen stark an. Wer mit vierzig Jahren noch einen normalen Befund hat, ist keineswegs sicher, dass die Augen auch nach zwei bis drei Jahren später immer noch gesund sind. Routineuntersuchungen zeigen oft völlig überraschend einen Glaukomschaden.

Formen des Grünen Stars:

  • Offenwinkelglaukom: Die häufigste Form ist das primäre Offenwinkelglaukom mit nur mäßiger Augeninnendrucksteigerung, also die Form, die man selbst zunächst nicht bemerkt. Ursache sind meist altersbedingte Veränderungen im Abflusssystem des Kammerwassers, die zur Erhöhung des Abflusswiderstandes führen.
  • Akutes Glaukom: Glaukomanfall
  • Winkelblockglaukom: Sehr viel seltener ist das Winkelblockglaukom, das durch starke Schmerzen und Rötung des Auges Beschwerden macht. Beim akuten Winkelblockglaukom (Glaukomanfall) steigt der Augeninnendruck plötzlich sehr stark an. Weil zusätzliche Allgemeinsymptome wie Herzschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten, wird es oft verkannt. Beim chronischen Winkelblockglaukom sind die Symptome weniger ausgeprägt.
  • Angeborenes Glaukom: Ein angeborenes Glaukom kann sich bei kleinen Kindern im ersten Lebensjahr entwickeln. Darauf müssen Eltern besonders achten, wenn ihr Kind „schöne große Augen“ hat. Eine Druckerhöhung im frühen Kindesalter führt dazu, dass sich der Augapfel vergrößert.
  • Normaldruckglaukom: Es gibt Patienten, die ein Glaukom ohne zu hohen Augeninnendruck haben, das sog. Normaldruckglaukom, bei dem trotz normalen Augendrucks Schäden am Sehnerv eintreten. Hier spielen mit zunehmendem Alter Durchblutungsstörungen und Gefäßschädigungen eine Rolle. Deshalb ist es wichtig, nicht nur den Augeninnendruck zu messen, sondern auch den Sehnerv selbst auf Schäden hin zu untersuchen.

Vorsorge/Früherkennung

Ein Glaukom ist zumindest im Anfangsstadium völlig symptomfrei. Nur durch eine augenärztliche Untersuchung kann die Krankheit entdeckt werden. Ein Messwert von mehr als 21 mmHg bei der Augeninnendruckmessung ist auffällig. Da die Augeninnendruckmessung allein zur Früherkennung aber nicht ausreichend ist, führt der Augenarzt weitere Untersuchungen durch – keine davon ist schmerzhaft. Bei der Augenspiegelung (Augenhintergrunduntersuchung) wird festgestellt, ob ein Schaden am Sehnerv vorhanden ist. Bei Verdacht wird eine Gesichtsfelduntersuchung durchgeführt.

Schon entstandene Glaukomschäden können nicht mehr behoben werden, weil sie durch einen Ausfall von Nervenfasern verursacht sind. Nervenfasern im Zentralnervensystem können sich nicht mehr regenerieren. Die Kosten für die Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung des Grünen Stars werden von der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen (Selbstzahlerleistung). Wenn eine Erkrankung vorliegt, werden die weiteren Untersuchungen bezahlt.

Wichtig ist daher die regelmäßige Vorsorge, dazu gehören die Augeninnendruckmessung und die Augenspiegelung:

  • ab 30 alle drei Jahre
  • ab 40 alle zwei Jahre
  • ab 50 jedes Jahr

Untersuchungsmethoden

Augendruckmessung

Applanationstonometrie

Die Bestimmung des Augeninnendruckes gibt häufig erste Hinweise auf einen Grünen Star. Dabei wird die Hornhautoberfläche des Auges durch Tropfen betäubt. Mit einem kleinen Messkörperchen aus Plexiglas wird dann schmerzfrei ein leichter Druck auf die Hornhautmitte des Auges ausgeübt, so dass ein bestimmtes Hornhautareal abgeplattet wird. Der Augenarzt liest auf einer Skala am Messgerät den Wert des Augeninnendruckes direkt ab. Je nach Tageszeit kann der Augeninnendruck stark schwanken. In Einzelfällen ist es daher sinnvoll, den Druck mehrmals am Tag zu kontrollieren. Messwerte bis 21 mmHg gelten als normal. Im Rahmen einer Früherkennung/Vorsorge Selbstzahlerleistung, bei festgestelltem Glaukom Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Dynamische Konturtonometrie (Pascal-Tonometrie)

Dieses Verfahren ermöglicht eine Messung des Augeninnendrucks unabhängig von der Hornhautdicke und liefert zusätzliche Informationen für die Glaukomdiagnostik. Darüber hinaus sind die Messergebnisse deutlich besser reproduzierbar. Die Messung ist weitestgehend unabhängig von der Hornhautdicke. Zusätzlich wird die Schwankungsbreite des Augeninnendruckes während der Blutdruckamplitude gemessen. Neben dem Augeninnendruck liefert auch dieser Wert zusätzliche Hinweise auf das Vorliegen eines Glaukoms oder auf eine verbesserungsbedürftige therapeutische Einstellung. Dieses moderne Verfahren geht über den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus. Eine gesetzliche Krankenkasse darf deshalb die Kosten für diese Untersuchung nicht übernehmen (Selbstzahlerleistung).

Non-Contact-Tonometrie (NCT)

Sie ist eine berührungsfreie Methode der Augeninnendruckmessung (Tonometrie). Bei der Non-Contact-Tonometrie wird die Kornea (Hornhaut) kontaktfrei mit Hilfe eines Luftstoßes, der den Tonometerkopf ersetzt, applaniert. Der 3-ms-Luftstoß führt zu einer kurzzeitigen Hornhautdeformation, aus welcher der Augeninnendruck berechnet werden kann. Diese Methode wird meist für Screeningzwecke benutzt. Vorteile der NCT sind:

  • schmerzfrei, keine Lokalanästhesie der Kornea notwendig
  • schnelle Durchführbarkeit
  • keine Infektionsgefahr, da kein direkter Kontakt zur Kornea
  • Nachteil der NCT: geringere Messgenauigkeit im Vergleich zu anderen Tonometrieverfahren

Im Rahmen einer Früherkennung/Vorsorge Selbstzahlerleistung, bei festgestelltem Glaukom Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Impressionstonometrie (nach Schiötz)

Bei der Schiötz-Tonometrie wird am liegenden Patienten ein Gerät mit einem Messstift auf das Auge aufgesetzt. Der Stift drückt die Hornhaut leicht ein, wobei die Tiefe hauptsächlich vom Augeninnendruck abhängt. Der Druckwert wird auf einer Skala abgelesen. Dieses Messverfahren wird heute praktisch kaum noch und nur in Ausnahmefällen angewandt, z.B. wenn am Krankenbett kein sog. Handapplanationstonometer zur Verfügung steht. Im Rahmen einer Früherkennung/Vorsorge Selbstzahlerleistung, bei festgestelltem Glaukom Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie)

Das Gesichtsfeld ist der gesamte Raum, den ein ruhig stehendes Auge wahrnehmen kann. Das periphere Gesichtsfeld ist für die Orientierung im Raum von großer Bedeutung. Die Sehschärfe und das Farbunterscheidungsvermögen sind dagegen auf den zentralen Bereich beschränkt. Das tückische z.B. beim Grünen Star ist, dass gerade dort, wo man hinschaut, die Sehschärfe noch erhalten ist und man den Schaden so nicht bemerkt. Die Ausfälle sind meist neben dem Zentrum und können nur durch eine Geräteuntersuchung festgestellt werden.

Bei der Gesichtsfelduntersuchung wird geprüft, an welcher Stelle im Raum einer Halbkugel Lichtreize einer bestimmten Größe und Intensität wahrgenommen werden. Sobald die untersuchte Person den Lichtreiz wahrnimmt, gibt sie durch Drücken einer Taste ein Signal. Eine Gesichtsfelduntersuchung macht Ausfälle sichtbar, auch wenn der Erkrankte noch nichts davon bemerkt. Gesichtsfeldschäden sind erst dann messbar, wenn bereits zwei Drittel der Nervenfasern geschädigt sind.

  • Automatische statische Perimetrie: Sie wird am häufigsten durchgeführt. Der Patient gibt dabei über einen Knopf jedesmal ein Signal, sobald er am Rand seines Gesichtsfelds einen aufleuchtenden Lichtpunkt wahrnimmt. Neben dem Ort wird vom Computer auch die Stärke des Reizes, also die Helligkeit, protokolliert.
  • Kinetische Perimetrie (manuell oder automatisch): Hier wandern die Lichtpunkte von außen zum zentralen Sehfeld hin. Der Patient meldet, sobald er den Lichtpunkt in sein Gesichtsfeld hereinwandern sieht. Kann mit manuellen Perimetern untersucht werden, jedoch verfügen optional auch Computerperimeter über Module zur kinetischen Perimetrie.
  • Fingerperimetrie: Das ist die einfachste Methode, sie erlaubt aber nur eine grobe Abschätzung des Gesichtsfelds. Während der Patient mit den Augen einen Punkt fixiert, bewegt er Arzt von außen (auch innen, oben und unten) einen Finger in das Gesichtsfeld. Der Patient meldet, sobald er diesen wahrnimmt.

Bei Gutachten durch Patient oder anfordernden Kostenträger Selbstzahlerleistung, im Rahmen von Erkrankungen eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

(letzte Aktualisierung 08-05-2026)

Gonioskopie

Erkennung und Unterscheidung der verschiedenen Glaukomformen erfolgt durch die Gonioskopie. Nach oberflächlicher Betäubung des Auges mit Augentropfen wird ein Kontaktglas auf die Augenoberfläche aufgesetzt. Durch ein Spiegelsystem können die sonst nicht sichtbaren Abflussstrukturen für die innere Augenflüssigkeit (Kammerwasser) sichtbar gemacht werden.

Augenspiegelung (Ophthalmoskopie)

Die wichtigste Untersuchung zum Ausschluss eines Glaukoms ist die Beurteilung des Sehnervs durch eine Spiegelung des Augenhintergrundes. An der Austrittsstelle des Sehnervs zum Gehirn können charakteristische Glaukomveränderungen schon früh festgestellt werden.

Die Spiegelung des Augenhintergrundes wird vom Augenarzt vorgenommen. Sie dient der Erkennung von Veränderungen im Inneren des Auges, insbesondere von Veränderungen an Glaskörper, Sehnerv und Netzhaut. Das Auge wird mit einer hellen Lichtquelle ausgeleuchtet und das Augeninnere über Lupensysteme mit unterschiedlicher Vergrößerung untersucht. Die Untersuchung wird heute meist als indirekte Spiegelung mit einem Binokularophthalmoskop durchgeführt, ist schmerzfrei und dauert wenige Minuten. Je nach Fragestellung kann es erforderlich sein, die Pupillen mit Augentropfen vorübergehend zu erweitern. Sollte eine Kontaktglasuntersuchung erforderlich sein, wird die Augenoberfläche kurzzeitig mit Augentropfen betäubt. Nach einer Pupillenerweiterung ist das Sehvermögen vorübergehend herabgesetzt. In dieser Zeit darf kein Fahrzeug gelenkt werden.

Der Sehnervenbefund sollte heute durch eine Bildgebung dokumentiert werden.
Die Augenspiegelung mit Kamera oder als Video-Ophthalmoskopie ist eine Selbstzahlerleistung.

Papillen-Fotografie (Heidelberg Retina Tomograph HRT)

Diese Untersuchung ist besonders sinnvoll bei Patienten mit:

  • Glaukom (Grüner Star)
  • nahe verwandten Angehörigen mit Glaukom-Erkrankung
  • auffälliger Exkavation (Aushöhlung) des Sehnervenkopfes
  • Veränderungen der Form des Sehnervenkopfes
  • Glaukomverdacht

Der Heidelberg Retina Tomograph (HRT) basiert auf dem Prinzip der so genannten konfokalen Laser-Scanning-Tomographie, die mit Hilfe eines ungefährlichen Diagnoselasers Millionen von Datenpunkten erfasst und eine dreidimensionale Darstellung und Analyse der Kontur des Sehnervenkopfes (Papille) erlaubt. Die Daten werden gespeichert und sowohl mit Daten von Normalpersonen als auch mit den Daten von regelmäßigen Verlaufskontrollen verglichen. Im Verlauf werden damit selbst kleinste Veränderungen sichtbar.

Die Aufnahmen werden schmerzlos mit ungefährlichen Laserstrahlen durchgeführt, eine Beeinträchtigung des Sehens findet nicht statt. Die vom Computer berechneten Ergebnisse werden dann beurteilt und ausgewertet. Die Ergebnisse werden gespeichert, damit bei künftigen Untersuchungen der Verlauf genau beurteilt werden kann. Mit der Papillentomographie kann man Veränderungen des Sehnerven nicht nur sehen – wie bei der augenärztlichen Untersuchung mit dem Mikroskop – sondern sehr exakt ausmessen und mit den Vorbefunden vergleichen. Damit ist man den bleibenden Funktionsausfällen einen großen Schritt voraus.

Durch die Untersuchung erhält man Informationen, ob der Sehnervenkopf momentan noch normal oder krankhaft verändert ist. Wenn nicht der Verdacht einer schnellen Verschlechterung besteht, reicht meist eine Kontrolle nach ca. einem Jahr aus, um zu beurteilen, ob eine Therapie nötig ist oder eine bestehende Therapie umgestellt werden muss.

Bei der Gesichtsfelduntersuchung wird die Funktion des Sehnerven überprüft. Bei der Papillentomographie wird eine genaue Aufnahme der Beschaffenheit des Sehnervenkopfes gemacht. Bei der Papillen-Fotografie werden also zusätzliche Informationen gewonnen, es ist kein Ersatz für die Gesichtsfelduntersuchung.

Da es sich um eine neue Methode handelt, gehört diese Untersuchung nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung und muss daher selbst bezahlt werden. Von den privaten Krankenversicherungen werden die Kosten jedoch meist übernommen (außer von der KVB).

Laserscanning-Ophthalmoskopie (LSO)

Ein diagnostisches bildgebendes Verfahren zur Untersuchung des Augenhintergrundes. Diese Methode ermöglicht eine hochauflösende ultrastrukturelle Bildgebung der Netzhaut, ohne dass eine medikamentöse Pupillenerweiterung erforderlich ist. Wichtige Anbieter von LSO (mit Weitwinkel- bzw. Ultraweitwinkelbildgebung) sind z.B: Eidon, Zeiss-meditec (Clarus) und Optos. Hier sind einige wichtige Punkte zur Laserscanning-Netzhautuntersuchung am Beispiel des Optomap-Gerätes, die Geräte anderer Hersteller bieten ähnliche Leistungen:

Vorteile:

  • Keine Pupillenerweiterung: Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden erfordert die SLO keine Pupillenerweiterung.
  • Fahrtauglichkeit bleibt erhalten: Die Untersuchung beeinträchtigt nicht die Fahrtüchtigkeit.
  • Kurze Untersuchungsdauer: Die Aufnahme dauert nur wenige Sekunden.
  • Geringste Fehlerquote: Optomap hat die geringste Fehlerquote bei der Erkennung von Netzhautveränderungen im Vergleich zu anderen Methoden.
  • Ultra-Weitwinkel: Bis zu 200 Grad des Augenhintergrundes können in einer einzigen Aufnahme betrachtet werden.
  • Klinisch validiert: In über 1000 klinischen Studien wurde die Wirksamkeit des Optomap-Geräts bestätigt.
  • Früherkennung: ermöglicht die Früherkennung von Krankheiten oder Anomalien im hinteren Augenabschnitt.

Anwendungsgebiete:

  • Diabetes mellitus: Erkennung von Netzhautveränderungen im Zusammenhang mit Diabetes.
  • Arterieller Bluthochdruck: Auch Bluthochdruck kann am Auge sichtbar werden
  • Kurzsichtigkeit (Myopie): nützlich für Myopie-Patienten.
  • Medikamentöse Therapie: Bei Brustkrebs (Tamoxifen, Letrozol) oder rheumatoider Arthritis (Chloroquin).
  • Kontrolle nach Netzhaut-Operationen oder Laserbehandlungen.

Die Laser-Scanning-Ophthalmoskopie spielt eine herausragende Rolle als diagnostisches Verfahren, zur Verlaufskontrolle und zur Therapieplanung. Bei Vorsorgeuntersuchungen kann frühzeitig festgestellt werden, ob Sie an einer Erkrankung der Netzhaut leiden, um rechtzeitig Maßnahmen zur Erhaltung Ihrer Sehkraft zu ergreifen. Die Laser-Scanning-Ophthalmoskopie ist eine Selbstzahlerleistung.

(letzte Aktualisierung 08-05-2026)

Macula-Schichtaufnahme (Optische Kohärenz-Tomographie OCT der Macula), Sehgrube/Stelle des schärfsten Sehens

Bei dieser Untersuchung kann die Stärke des um die Sehgrube (Macula) liegenden Ganglienzellkomplexes bestimmt werden. Im Rahmen einer Früherkennung/Vorsorge Selbstzahlerleistung, bei Verlaufskontrollen unter Therapie bei altersabhängiger Makuladegeneration (AMD), diabetischem Macula-Ödem (DMÖ) oder Gefäßverschluss Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Nervenfaserschicht-Untersuchung (Laserscanning-Polarimeter GDx)

Die Nervenfasern im Bereich des Sehnervenkopfes (Papille) bilden die Struktur, die sich beim Glaukom am frühesten verändert. Mit Hilfe eines polarisierten Laserstrahls in hoher Auflösung wird die Schichtdicke der Nervenfasern ermittelt und mit Daten aus einer umfangreichen Datenbank und Daten aus vorherigen Untersuchungen verglichen. Durch diese Untersuchung können insbesondere bei Glaukomverdacht feine Veränderungen der Nervenfaserschicht im Zeitverlauf  auch über Jahre hinaus gut erfasst werden. Durch Vergleich der Messdaten entlang eines Kreises um den Sehnervenkopf (in der Abbildung grün) mit altersbezogenen Normalwerten kann zudem die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines Glaukoms berechnet werden. Die Kosten für diese Leistung werden von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen. Die Laserscanning-Polarimetrie ist eine Selbstzahlerleistung.


Behandlung/Operation

Medikamentöse Behandlung

An erster Stelle der Glaukomtherapie steht in der Regel die Behandlung mit Augentropfen. Es gibt eine große Anzahl verschiedener Augentropfen, und die Forschung hat in den letzten Jahren zahlreiche neue wirksame Medikamente entwickelt. Eine Drucksenkung wird erreicht, wenn ein Wirkstoff entweder die Produktion des Kammerwassers hemmt oder den Abfluss des Kammerwassers verbessert.

Die Auswahl richtet sich nach der Verträglichkeit und danach, wie stark man den Augeninnendruck senken möchte. Die Augentropfen müssen in der Regel lebenslang regelmäßig getropft werden – denn wenn der Augeninnendruck einmal krankhaft verändert ist, bleibt er das unbehandelt meist zeitlebens erhöht.

Laserbehandlung

Argon-Laser-Trabekuloplastik (ALT)

Nicht immer reicht die Behandlung mit Augentropfen aus. Wenn eine ausreichende Augeninnendrucksenkung nicht durch Augentropfen erzielt werden kann, ist eine Laserbehandlung möglich. Diese Methode wird vor allem bei Patienten mit einem Offenwinkelglaukom angewendet. Dabei werden in das siebartige Geflecht im Kammerwinkel (Trabekelwerk) winzige Öffnungen gelasert. Die ALT-Lasertherapie ist eine bewährte und effektive Therapie, deren Wirkung jedoch meist nicht von Dauer ist.

Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT)

Die SLT ist eine neuere Form der Laserbehandlung bei Grünem Star. Durch Pigmentaktivierung im Kammerwinkel wird der Abfluss des Kammerwassers verbessert und der Augeninnendruck kann meist auch langanhaltend gesenkt werden.Die SLT-Therapie kann bei Bedarf auch mehrfach wiederholt werden

Laser-Iridotomie

Bei einer Engwinkelsituation und dem Risiko eines Winkelblocks mit der Folge einer akuten Drucksteigerung (Glaukomanfall) wird mittels YAG-Laser eine Öffnung in der peripheren Regenbogenhaut angelegt, damit das Kammerwasser aus der Vorderkammer direkt in den hinteren Augenabschnitt abfließen kann.

Operative drucksenkende Eingriffe

Minimalinvasiv (MIGS = Minimal invasive Glaucoma surgery)

Eine Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit leichtem bis mittelschwerem Glaukom, die eine Senkung des Augeninnendrucks benötigen. Hier sind einige minimalinvasive Verfahren angeführt:

  • iStent inject: Bei dieser Operation werden zwei winzige Ventile in das Abflusssystem des Kammerwassers eingesetzt, um den Augeninnendruck zu senken.
  • Viskokanaloplastik: Hierbei wird ein Mikrokatheter von außen in den Schlemm’schen Kanal (die natürliche Drainagestelle für Kammerwasser) eingeführt, um den Druck im Auge zu verringern. Ein intrakanalikulärer Stent hält den Kanal offen und verbessert den Abfluss.
  • 360°-Faden-Trabekulotomie: Ein Faden wird in den Abflusskanal des Auges (Schlemm’scher Kanal) eingelegt und wieder herausgezogen, um den Abfluss von Kammerwasser zu verbessern

Invasive Eingriffe

  • Iridektomie: Durch einen operativen Eingriff wird eine kleine Öffnung in der Iris angelegt.
  • Filteroperationen (Trabekulektomie, Trabekulotomie, Goniotrepanation): Durch Ausschneiden eines kleinen Stückes der Augenwand wird ein zusätzlicher Abfluss unter die Bindehaut geschaffen. Dort bildet sich eine seichte Vorwölbung, die als Filterkissen bezeichnet wird. Bei der Trabekulotomie wird eine auf dem Maschenwerk liegende zarte Membran, die den Abfluss behindert, mit einem feinen Skalpell durchtrennt.
  • Zyklophoto-/Zyklokryokogalutaion: Bei der Zyklophotokoagulation wird ein Teil des Ziliarkörpers in dem Bereich verödet, der das Kammerwasser bildet. Dadurch wird weniger Kammerwasser produziert und der Augeninnendruck sinkt. Bei der Zyklokryokoagulation erfolgt die Zerstörung der augenwasserbildenden Ziliarkörperanteile mit einem Kältestift. Beide Verfahren werden vor allem bei einem sekundären Glaukom oder Glaukomformen angewandt, bei denen andere Operationstechniken erfolglos waren.
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