Die gesetzlichen Krankenkassen haben den Auftrag, die medizinische Grundversorgung sicherzustellen und dabei die Grenzen ihres Leistungsauftrags nicht zu überschreiten.
Nach dem geltenden Recht müssen die von den gesetzlichen Krankenkassen zu bezahlenden Leistungen
- notwendig sein
- wirtschaftlich sein
- und dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten
Die zunehmende Finanzknappheit der gesetzlichen Krankenkassen hat zu einer wachsenden Kluft zwischen dem geführt, was wünschenswert wäre und dem, was die Krankenkassen innerhalb ihres Leistungsauftrags finanzieren können und dürfen.
So gibt es eine wachsende Zahl von wichtigen Vorsorgeuntersuchungen, Beratungen und Behandlungen, die über die engen Leistungsgrenzen der gesetzlichen Krankenkassen hinausgehen und die Sie gegen private Bezahlung zusätzlich zum Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenkassen nutzen können.
Dieses Symbol wird Sie überall dort auf Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam machen, wo sinnvolle medizinische Angebote nicht durch die Kassenmedizin abgedeckt sind.
Mit Vorsorge/Früherkennungs-Angeboten können Sie
- mehr medizinische Leistungen nutzen
- modernste Verfahren in Anspruch nehmen
- Ihre Lebensqualität steigern
Nicht für jeden sind die gleichen Angebote sinnvoll und empfehlenswert. Die wichtigsten Angebote in der Augenheilkunde haben wir für Sie in diesem Internetangebot dargestellt. Ihr Augenarzt ist der Spezialist für alle Fragen rund um das Sehen. Aufgrund seiner umfangreichen Ausbildung und Erfahrung wird er Sie bestens beraten können, welche Angebote für Sie und ggf. Ihre Angehörigen empfehlenswert sind:
Amslergittertest

Der Test mit dem Amslernetz dient der Selbstkontrolle des zentralen Gesichtsfeldes. Vor allem Maculaerkrankungen können damit oft erkannt und in ihrem Verlauf kontrolliert werden. Das Amslergitter hat eine Seitenlänge von 10 x10 cm. Aus 30-35 cm Abstand betrachtet entspricht jedes Quadrat einem Sehwinkel von 1°.
Führen Sie den Test folgendermaßen durch:
- Halten Sie einen Abstand zum Monitor oder dem ausgedruckten Amslernetz von etwa 30-35 cm ein.
- Tragen Sie Ihre Lesebrille und decken Sie ein Auge ab.
- Fixieren Sie mit dem offenen Auge den schwarzen Punkt im Zentrum der Gitterstruktur.
- Wiederholen Sie den Test mit dem anderen Auge.
Bei einem normalen Befund sind die im Zentrum nahe beim schwarzen Punkt liegenden Quadrate scharf, geradlinig und tiefschwarz. Zum Rand hin werden die Linien unschärfer. Verbiegungen oder Verzerrungen der Linien, das Fehlen von Quadraten oder ganzer Bereiche der Gitterstruktur deuten auf krankhafte Veränderungen am Augenhintergrund. Dann sollten Sie sich unbedingt baldmöglichst durch Ihren Augenarzt untersuchen lassen.
Augencheck für Verkehrsteilnehmer
Mobilität im Straßenverkehr mit gutem Gewissen erhalten
Gehen Sie auf Nummer Sicher! Durch gutes Sehen vermeiden Sie unnötige Risiken als Verkehrsteilnehmer, für sich und andere. Regelmäßige Kontrolle bei Ihrem Augenarzt gibt Ihnen die Sicherheit auch in schwierigen Situationen den Überblick zu behalten. Mobilität ist kein Luxus, wer sie sich erhält, schafft sich die Voraussetzung, das tägliche Leben, Freizeit und Hobby genießen zu können.
Hier finden Sie Ihren Augenarzt.
Augenarzt-Check für den verantwortungsbewussten Verkehrsteilnehmer
Zusätzlich zur allgemeinen augenärztlichen Untersuchung, (die Ihre Krankenkasse bezahlt), prüft Ihr Augenarzt das Sehen bei Dämmerung, die Blendungsempfindlichkeit und das Gesichtsfeld sowie das Farberkennungsvermögen. Diese Vorsorgeuntersuchungen können nicht als Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen erbracht werden (Selbstzahlerleistung). Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden ausschließlich Ihnen selbst zur Verfügung gestellt. Sie unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und werden nicht an Dritte weitergegeben.
Blutzucker
Ausgewogene Ernährung, bei familiärer Disposition Konsultation beim Hausarzt/hausärztlichen Internisten, bei entsprechendem Verdacht besonders im Kindes-/Jugend-/jungen Erwachsenenalter auch beim Endokrinologen, Vorstellung beim Augenarzt zur Beurteilung des Augenstatus.
Fehlsichtigkeit
Frühzeitige augenärztliche Untersuchung ab etwa 1 Jahr. Ggf. auch früher, insbesondere bei Fehlsichtigkeit eines oder beider Elternteile, bei Schielen (Strabismus) und/oder Schwachsichtigkeit (Amblyopie) in der Familie, aber auch anderen familiär gehäuften Augenerkrankungen. Selbstverständlich auch möglichst früh bei auffälligen Veränderungen (z.B. „weisse“ Pupille (Symptom bei angeborenem Grauen Star (kongenitale Cataract) oder frühkindlichem intraokularem Tumor (Retinoblastom)). Im Idealfall werden auffällige Kleinkinder vom aufmerksamen Kinderarzt zur Klärung überwiesen.
Grauer Star (Katarakt)
Regelmäßige augenärztliche Kontrollen ab dem 40. Lebensjahr etwa alle 2-3 Jahre, ab dem 50. alle 1-2 Jahre. Früher/umgehend bei Sehverschlechterung, nach stumpfen Augenverletzungen, bei diabetischer Stoffwechsellage.
Grüner Star (Glaukom)

Ein Glaukom ist zumindest im Anfangsstadium völlig symptomfrei. Nur durch eine augenärztliche Untersuchung kann die Krankheit entdeckt werden. Ein Messwert von mehr als 21 mmHg bei der Augeninnendruckmessung ist auffällig. Da die Augeninnendruckmessung allein zur Früherkennung aber nicht ausreichend ist, führt der Augenarzt weitere Untersuchungen durch – keine davon ist schmerzhaft. Bei der Augenspiegelung (Augenhintergrunduntersuchung) wird festgestellt, ob ein Schaden am Sehnerv vorhanden ist. Bei Verdacht wird eine Gesichtsfelduntersuchung durchgeführt.
Schon entstandene Glaukomschäden können nicht mehr behoben werden, weil sie durch einen Ausfall von Nervenfasern verursacht sind. Nervenfasern im Zentralnervensystem können sich nicht mehr regenerieren. Die Kosten für die Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung des Grünen Stars werden von der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen (Selbstzahlerleistung). Wenn eine Erkrankung vorliegt, werden die weiteren Untersuchungen bezahlt.
Wichtig ist daher die regelmäßige Vorsorge, dazu gehören die Augeninnendruckmessung und die Augenspiegelung:
- ab 30 alle drei Jahre
- ab 40 alle zwei Jahre
- ab 50 jedes Jahr
Kontaktlinsen – die unsichtbare Brille
Glücklich, wer auch ohne Korrektur ein optimales Sehvermögen besitzt. Fehlsichtigkeit ist aber kein Problem. Dank Brille erleben kurz- oder weitsichtige Menschen Ihre Umwelt klar und deutlich. Manchmal stört sie allerdings. Sie beschlägt, verbiegt sich, wird beschädigt oder geht gar verloren. Die Alternative sind von Ihrem Augenarzt individuell angepasste Kontaktlinsen. Sie erleichtern das Sehen in vielen Situationen und sind leicht zu handhaben.
Wozu Kontaktlinsen?
Sie …
- ermöglichen natürliches Sehen ohne störende Gesichtsfeldeinengung
- ersetzen die manchmal als lästig empfundene Brille.
- geben Ihnen Sicherheit in der Freizeit und beim Sport.
- verhelfen oft zu voller Sehschärfe, wenn bei Sehfehlern die Korrektur mit Hilfe einer Brille nicht möglich ist
- ermöglichen Patienten mit Sehfehlern oft erst eine normale Berufsausübung
- sind in besonderen Fällen medizinisch notwendig und werden dann von der Krankenkasse durch einen Festbetrag unterstützt. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen beim Antrag auf Kostenübernahme.
Auswahl der Kontaktlinse?
Der Markt bietet heute eine Vielzahl verschiedener Kontaktlinsen. Die wesentlichen Unterschiede bestehen in Material, Größe, Oberflächengestaltung, Anwendungsbereich und Tragemodus.
Weiche flüssigkeitshaltige (hydrophile) Kontaktlinse („Weichlinse“):
- größer als die Hornhaut
- fühlt sich beim Anfassen „weich“ an
- spontaner Tragekomfort
- auch unregelmäßiger Tragerhythmus möglich (Freizeit, Sport)
- auch als so genannte „Tages-“, Wochen- und Monatslinse“ erhältlich (= bestimmte Haltbarkeit/Gebrauchsdauer)
- nicht für alle Fehlsichtigkeiten geeignet
- periodische augenärztliche Kontrollen besonders wichtig, da Komplikationen nicht so „spürbar“ wie bei der formstabilen Kontaktlinse sind.
Formstabile, hochgasdurchlässige Kontaktlinse (früher „Hartlinse“):
- kleiner als die Hornhaut
- fühlt sich beim Anfassen „hart“ an
- korrigieren auch stärkere Hornhautunregelmäßigkeiten (Astigmatismus oder Narben)
- idealer Tragekomfort nach wenigen Tagen der Gewöhnung
- regelmäßiger Tragerhythmus
- periodische augenärztliche Kontrolle
- für sichere, optimale Korrektur der Fehlsichtigkeit
- geringen Einfluss auf den Stoffwechsel (Sauerstoffversorgung) des Auges
- geringe Komplikationsquote
Ablauf einer Kontaktlinsenversorgung
Sie haben sich also entschlossen Ihren Sehfehler mit Hilfe von Kontaktlinsen zu korrigieren. Dies ist bei augenärztlicher Gesundheitsvorsorge dank moderner Linsenmaterialien und schonender Hygienesysteme in den meisten Fällen möglich.
1. Untersuchung und Gespräch
Bei der ersten Untersuchung stellt der Augenarzt fest, ob Ihr Sehfehler mit Kontaktlinsen korrigiert werden kann, und ob Kontaktlinsen für Ihre Augen geeignet sind. Gewisse Augenveränderungen (z.B. höhergradige oder rasch zunehmende Kurzsichtigkeit, unregelmäßige Hornhautkrümmung, größere Seitendifferenz des Brechfehlers) sind überhaupt nur mit Kontaktlinsen optimal zu korrigieren. Der erstrebte Verwendungszweck (Beruf, Sport, Hobbys) und Ihre persönlichen Vorstellungen helfen dabei, das für Sie passende System auszuwählen. Der Zustand Ihrer Augen und die augenärztliche Erfahrung bestimmen die endgültige Wahl. Eine später auftretende Unverträglichkeit kann aber nicht ausgeschlossen werden.
2. Anpassung
Zur Anpassung ist eine exakte Vermessung der Augenoberfläche erforderlich. Nach Anprobieren von entsprechenden Messlinsen mit Näherungswerten kann eine Feinabstimmung der Passeigenschaften am Spaltlampenmikroskop erfolgen. Hierbei wird insbesondere das Sitzverhalten, die Beweglichkeit sowie der Tränenfilm zwischen Kontaktlinse und Augenvorderfläche beurteilt. Durch das Probetragen lernen sie auch das Tragegefühl kennen. Abschließend muss noch die exakte Korrektionsstärke ermittelt werden und danach können Ihre persönlichen Kontaktlinsen bei einem geeigneten Hersteller angefertigt werden. So angepasste und eigens für Ihre Augen hergestellte Kontaktlinsen gewähren Ihnen eine bestmögliche Korrektur mit konstanter Sehschärfe verbunden mit dem größtmöglichen Maß an Sicherheit für medizinisch unbedenkliches, beschwerdefreies Tragen.
3. Handhabungstraining und Kontaktlinsenabgabe
Nach dem Eintreffen Ihrer persönlichen Kontaktlinsen wird ein "Übungstermin" zeitnah vereinbart. Sie lernen in aller Ruhe alle nötigen Handgriffe zum Einsetzen und Herausnehmen Ihrer Kontaktlinsen sowie die richtigen Hygieneschritte. Sie erhalten Sicherheits-Informationen sowie einen Kontaktlinsen-Sicherheitspass mit den wichtigsten Angaben Ihrer Kontaktlinsen. Ein paar Tage später wird nochmals das Passverhalten und die Sehschärfe geprüft, Sie haben Gelegenheit über Ihre ersten Erfahrungen zu berichten.
4. Der Verrechnungsmodus
Werden die Kontaktlinsen lediglich aus kosmetischen Gründen oder z. B. zur rein privaten Sportausübung gewünscht, wird die Anpassung als Privatleistung verrechnet (Selbstzahlerleistung). Sind Kontaktlinsen wegen besonderer Augenveränderungen medizinisch angezeigt, wird Ihre Krankenkasse eine Leistung erbringen. Über Möglichkeit der Kassenleistung und deren Höhe informieren wir Sie gerne im persönlichen Gespräch.
Die Kontaktlinse ist kein Fun-Artikel!
Über Gesundheitsbeilagen von Zeitungen, Illustrierte oder Werbung im Fernsehen wird die Vermarktung des Medizinproduktes Kontaktlinse mit Hochdruck betrieben. Dabei ist Absatzsteigerung um fast jeden Preis das vorrangige Ziel. Leider werden dabei die Gefahren, die von Kontaktlinsen ausgehen können verschwiegen. Lockangebote wie "Gratis Probetragen" oder "Testen Sie unsere Kontaktlinsen" haben mit seriösem Umgang mit dem Medizinprodukt nichts mehr gemeinsam. Auch im Internet gibt es unzählige Angebote von Kontaktlinsen, die meist nur nach der Brillenglasstärke bestellt werden. Unersetzlich ist nach wie vor die augenfachärztliche Untersuchung vor jeder Kontaktlinsenanpassung. Nur so können Augenkrankheiten festgestellt werden, die das Anpassen oder Tragen von Kontaktlinsen ausschließen. Der/die Kontaktlinsenträger/in muss nach der Anpassung und Kontaktlinsenabgabe in die richtige Handhabung und notwendigen Hygienemaßnahmen unterwiesen werden. Über mögliche Risken und das Verhalten im Falle von Beschwerden muss aufgeklärt werden. Nachfolgende Bilder zeigen, dass fehlende oder mangelhafte Aufklärung der Kontaktlinsenträger/innen böse Folgen haben können, vor allem, wenn ärztliche Hilfe nicht oder zu spät in Anspruch genommen wird.
![]() Größere Bindehautblutung bei Verletzung mit Fingernagel (ungeübtes Einsetzen) | ![]() Gefäßeinsprossung bei chronischem Sauerstoffmangel (zu eng sitzende Kontaktlinse) | ![]() Hornhautulkus (mangels Aufklärung wird die Kontaktlinse weiter getragen) | ![]() Toxische Reizung (Hygienemittelunverträglichkeit) | ![]() Narbe nach Hornhautulkus (Keratoplastik steht bevor) |
Die exakte, individuelle Anpassung von Kontaktlinsen ist also nicht nur für den Seherfolg, sondern auch für die gesunde Trageweise ausschlaggebend. Wir bieten Ihnen deshalb eine qualifizierte, augenfachärztliche Kontaktlinsenversorgung. Ungenau angepasste Kontaktlinsen führen oft erst nach einiger Zeit zu Reizerscheinungen, Sauerstoffmangel und damit Infektionsanfälligkeit und anderen Augenschäden, die Dauerfolgen bis zur Erblindung haben können. Dies gilt für alle Kontaktlinsen, also gerade auch für so genannte Tages- oder Monats-Kontaktlinsen.
Die „Jux-Kontaktlinsen“ mit aufgedrucktem Muster sind besonders problematisch, weil sie – auch nach kurzzeitigem Tragen – oft zu beträchtlichen Sehbehinderungen führen. Dies erhöht die Unfallgefahr Jugendlicher etwa nach einem Disco-Besuch drastisch. Leider sind bereits Unfälle mit fatalem Ausgang auf diesen Unfug zurückzuführen. Beim „Probetragen“ oder „Testen“ oder Verkauf über das Internet fehlt sowohl die persönliche Fachberatung als auch die fachgerechte Anpassung völlig.
Wir bieten Ihnen augenfachärztliche Kompetenz rund um die Kontaktlinse!
- gründliche fachärztliche Augenuntersuchung
- eingehende Untersuchung und Beratung rund um die Kontaktlinse
- Anpassen und Versorgen mit Kontaktlinsen aller Systeme
- Kontrolle und Nachsorge der Kontaktlinsenträger/innen
- Verträglichkeitsprüfungen über Jahre
- kompetente Intervention im Falle von Komplikationen
- Sicherheitsaufklärung und Handhabungstraining
- Hygieneschulung und Aufklärung über mögliche Risiken
Kontaktlinsenhygiene
Der Schlüssel für ein beschwerdefreies, erfolgreiches Tragen liegt in einer konsequenten und sorgfältigen Kontaktlinsenhygiene. Um Komplikationen am Auge zu vermeiden muss die Kontaktlinse nach dem Tragen sorgfältig gereinigt und desinfiziert werden. Diese Hygienemaßnahmen sind wichtig weil sich während des Tragens Eiweiße, Fette Kohlenhydrate aus der Tränenflüssigkeit sowie abgeschilferte Zellen der Bindehaut und Hornhaut auf der Oberfläche der Kontaktlinse ablagern. Zudem finden sich Staub und Fremdkörperpartikel aus der Umwelt auf der Linsenoberfläche. Vor allem bei hydrophilen (weichen) Kontaktlinsen dringen auch wasserlösliche Substanzen in die Linsenmatrix ein. Alle diese Ablagerungen sind ein idealer Nährboden für Bakterien und Pilze. Ihr Augenarzt wird Sie auch hierbei beraten und entsprechend in die Handhabung einweisen.
Sicherheitshinweise für Kontaktlinsenträger
- Tragedauer: Halten Sie die empfohlene tägliche Tragedauer unbedingt ein. Sie ist verschieden, sollte in der Regel jedoch 12 Stunden nicht überschreiten. Treten innerhalb dieser empfohlenen Tragezeit Beschwerden auf, nehmen Sie bitte die Linsen aus den Augen und kontaktieren Sie Ihre(n) Augenarzt/ärztin.
- Kontrolle: Augenärztliche Kontrolle: zweimal jährlich müssen ihre Augen vom Augenarzt/ärztin untersucht werden. Je früher Probleme oder Unverträglichkeiten erkannt werden, desto besser ist die Aussicht auf erfolgreiche Behandlung. Achten Sie unbedingt auf sichtbare Beschädigung Ihrer Kontaktlinsen (Riss, Bruch, Randkerben, Fremdkörpereinlagerungen) – das Tragen solcher Kontaktlinsen kann Ihr Auge schädigen!
- Hygiene: Befolgen Sie die Hygiene-Richtlinien genau. Waschen Sie die Hände vor jeder Berührung der Kontaktlinsen. Verwenden Sie zum Reinigen der Linsen nur die empfohlenen Hygiene-Produkte – Leitungswasser ist ungeeignet. Achten Sie auf peinliche Sauberkeit des Kontaktlinsen-Behälters. Unsaubere Behälter sind Brutstätte gefährlicher Keime – regelmäßiger Tausch ist zu empfehlen. Halten Sie auch genügend Pflegemittel (bei Tauschsystemen auch weitere Linsen) in Vorrat. Was tun bei
- Beschwerden: Bei Rötung, Schmerzen, Entzündung oder Brennen der Augen, sowie bei verstärktem Tränenfluss oder Sehverschlechterung dürfen Sie ihre Kontaktlinsen nicht tragen und müssen baldmöglichst eine(n) Augenarzt/ärztin aufsuchen.
Individuelle Brillen: Optimales Sehen in jeder Situation – in der Freizeit und im Beruf
Gutes Sehen durch die individuell angepaßte Brille fördert die Konzentration und wirkt der Ermüdung entgegen. Spezialbrillen, individuell auf bestimmte Sehentfernungen angepasst, sind im Berufsleben und in der Freizeit nicht mehr wegzudenken. Sie geben Sicherheit und erlauben ungetrübten Genuss in Freizeit und Hobby.
Schon im Mittelalter wurden Fehlsichtigkeiten mit Brillen behandelt. Auch heute ist die Korrektur mittels einer Brille noch am weitesten verbreitet. Außer der Tatsache, dass man ständig auf seine Brille angewiesen ist, gibt es bei geringeren Fehlsichtigkeiten keine Nachteile.
![]() Quelle: Carl Zeiss | Kurzsichtigkeit Bei Kurzsichtigenwerden Gläser mit zerstreuender Wirkung (Minusgläser) eingesetzt. Diese Gläser sind am Rande dicker als in der Mitte. |
![]() Quelle: Carl Zeiss | Weitsichtigkeit und Stabsichtigkeit Bei Weitsichtigen Sammelgläser (Plusgläser).Diese Gläser sind in der Mitte dick, am Rande dünn (Bild links). Bei Stabsichtigkeit Zylindergläser, die in einer bestimmten Position (Achslage) die Brechkraft beeinflussen. |
![]() Quelle: Carl Zeiss | Alterssichtigkeit Bei Alterssichtigkeit bestimmt man zunächst die Fernsicht und danach erst die Nahsicht. Es wird nur die Brechkraft ergänzt ,die zum bequemen Sehen in der vorgegebenen Nahsehentfernung notwendig ist. Die Stärke der Nahbrille richtet sich nach dem Lebensalter und der gewünschten Lese-(Arbeits)entfernung. |
Brillenglastypen
- Einstärkengläser: Für Fernbereich und verschiedene Nahabstände. Gläser zum Ausgleich von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Alterssichtigkeit und Stabsichtigkeit.
- Mehrstärkengläser: Kombiniert für Fern- und Nahbereich als Zweistärken-, Dreistärken- oder Gleitsichtgläser
![]() Bifokal | ![]() Trifokal |
- Gleitsichtgläser: Mit weichem, stufenlosem Übergang vom Fern- über den Mittel- in den Nahbereich Anwendung im Alltag, am PC, im Büro und spezielle Tätigkeiten. Hier sehen Sie die graphische Darstellung eines Gleitsichtglases: Oberer Bereich dunkelblau für die Ferne Weicher Übergang in hellblau für den Mittelbereich Unterer Bereich grüngelb für den Nahbereich.
![]() Quelle: Carl Zeiss | ![]() Sonnenschutz-Filterglas |
Glasmaterial und Veredelungen
Die verschiedenen Gläser können in Kunststoff (organisch) oder in Glas (mineralisch) hergestellt werden. Entspiegelung (Reflexminderung), Tönung, Sonnenschutzgläser in diversen Ausführungen werden angeboten. Je nach Befund und therapeutischer Notwendigkeit werden Prismengläser eingefügt. Diese Gläser beeinflussen die Blickrichtung.
Tumore
Regelmäßige augenärztliche Kontrollen ab dem 40. Lebensjahr etwa alle 2-3 Jahre, ab dem 50. alle 1-2 Jahre. Früher/umgehend bei Sehverschlechterung, umgehend augenärztliche Untersuchung bei subjektiven unklaren Symptomen, bei Auffälligkeiten im Säuglings-/Kleinkindalter.











