Symbolbild Veränderungen der Augenstruktur

Tumore

Krankheitsbilder

Augentumore

Augentumore sind gutartige oder bösartige Neubildungen, die vom Auge oder den Anhangsorganen des Auges (Tränenapparat, Bindehaut, Lider, Augenmuskeln) ausgehen. Zu den gutartigen Neubildungen zählen neben anderen das Blutschwämmchen der Aderhaut (Aderhauthämangiom) und Pigmentflecken (Nävi/Muttermale).

Bei Kindern

Das Retinoblastom (RB) ist eine seltene bösartige Neubildung genetischen Ursprungs und der häufigste im Kindesalter auftretende Augentumor. Meist fällt eine weiße Pupille (Leukokorie) auf, in der augenärztlichen Praxis wird die Diagnose durch die Netzhautspiegelung gestellt und löst weitere bildgebende Diagnostik aus (Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Ultraschalluntersuchung und Suche nach Absiedlungen (Metastasen).

Bei Erwachsenen

Zu den häufigsten bösartigen Neubildungen zählen hier die Melanome der entwicklungsgeschichtlich mittleren Augenschicht (Uvea) und hier wiederum das Aderhautmelanom, wobei auch Melanome des Ziliarkörpers und der Regenbogenhaut (Iris) beobachtet werden.

Beispiele:

Aderhautmelanom Augenhintergrund, Quelle: Dres Hyppa

Aderhautmelanom Ultraschallbild, Quelle: Dres Hyppa

Periph. Aderhautmelanom frisch, Quelle: Dres Hyppa

Rückbildung+Vernarbung nach Brachytherapie, Quelle: Dres Hyppa

Aderhautmelanom am Sehnervenkopf, Quelle: Dres Hyppa

   
  • Diagnosestellung in der augenärztlichen Praxis
  • Die Prognose ist abhängig von der Lokalisation und dem feingeweblichen (histopathologischen) Befund
  • Aderhautmelanome können sowohl peripher als auch zentral auftreten

Lidtumore

Alle Veränderungen an den Lidern erfordern eine augenärztliche Beurteilung. Gutartige Veränderungen wie zum Beispiel Hagelkörner und Lidwarzen können auf Wunsch entfernt werden (meist Selbstzahlerleistung). Neben diesen gutartigen Veränderungen ist ein häufiger, bösartiger Tumor das Basaliom. Es wächst lokal zerstörend, streut aber nicht. Die genaue Unterscheidung zwischen gut- und bösartig ist oft nur durch eine Gewebeuntersuchung möglich.  

Seltener, aber nach dem Basaliom ist das Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) der zweithäufigste Hauttumor und kann auch in der Lidpartie und der Umgebung auftreten.

Risikofaktoren: helle Haut und helles Haar und blaue, grüne oder graue Augen, Leben in sonniger Region oder in höheren Lagen, Langzeitbelastung durch UV-Strahlen (Solarium), häufiger Sonnenbrand, insbesondere im Kindesalter.


Vorsorge/Früherkennung

Regelmäßige augenärztliche Kontrollen ab dem 40. Lebensjahr etwa alle 2-3 Jahre, ab dem 50. alle 1-2 Jahre. Früher/umgehend bei Sehverschlechterung, umgehend augenärztliche Untersuchung bei subjektiven unklaren Symptomen, bei Auffälligkeiten im Säuglings-/Kleinkindalter.


Untersuchungsmethoden

Augenärztliche Basisuntersuchung mit Bestimmung der Sehschärfe, objektive Refraktion, Augendruckmessung, Untersuchung der vorderen Augenabschnitte am Spaltlampenmikroskop, Inspektion Augenhintergrundes (unter medikamentöser Pupillenerweiterung, besser aber und für Verlaufskontrollen sinnvoller Bildgebung der Netzhaut durch Fotodokumentation/Ultraweitwinkel-Laser-Scanning-Ophthalmoskopie, Selbstzahlerleistungen) jährlich. Ggf. erforderliche weiterführende Untersuchungen.

Refraktionsbestimmung

Bedeutung der Sehschärfenbestimmung

Die Ermittlung der Korrektionsgläser zum Erzielen der bestmöglichen Sehschärfe ist außerordentlich wichtig nicht nur zur Brillenglasbestimmung sonder auch zur Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Auges und in gutachterlicher Hinsicht. Säuglinge und Kleinkinder können bei einem Brechkraftfehler (Refraktionsanomalie) erst mit einer passenden Brillenkorrektur ihre beste Sehfähigkeit entwickeln. Wird die rechtzeitige Korrektur versäumt, bleibt eine nicht beeinflussbare Sehschwäche lebenslang bestehen. Wird keine optimale Sehschärfe erreicht, muss zur Diagnose einer möglichen Krankheit nach der Ursache geforscht werden.

Bestimmung der erforderlichen Korrektur

Der Patient sitzt in einer vorgeschriebenen Entfernung vor einer Sehprobentafel. Entweder sind die Sehzeichen aufgedruckt oder werden mit einem Projektor auf dieser Tafel dargestellt: Zahlen, Kinderbilder, E-Haken, Landoltringe. Für gutachterliche Untersuchungen ist der Untersuchungsplatz nach DIN-58220 eingerichtet, um unter gleichen Bedingungen Sehschärfenergebnisse miteinander vergleichen zu können.

Zunächst prüft man die Sehschärfe ohne Prüfgläser. Dann schaut der Prüfling durch eine Messbrille oder einen Apparat, der die verschiedenen Gläser vor das zu untersuchende Auge schiebt (Phoropter). Durch Hinzufügen und Wiederentfernen von Messgläsern (Minus- oder Pluslinsen) wird die optimale Sehschärfe ermittelt. Das Abfragen des Seheindruckes während einer Sehschärfenprüfung ist nicht immer einfach und verlangt von beiden – vom „Prüfer“ und „Prüfling“ – eine hohe Konzentration. Schließlich soll an Hand der ermittelten Refraktionswerte eine Brille angefertigt werden, die „passen“ muss.

Bestimmung der Fehlsichtigkeit bei Kindern

Bei Kindern und nicht kommunikationsfähigen Menschen kann eine Sehschärfenbestimmung nicht im Wechselgespräch erfolgen. In diesen Fällen können nur apparativ ermittelte Werte verwendet werden.

Definition der Glasstärke

Die Wirkung eines Glases ist durch seine Brennweite bestimmt. Der Kehrwert der Brennweite – in Meter gemessenen – ist die Dioptrienzahl (= Stärke des Glases), z.B. die Brennweite einer Sammellinse beträgt ¼ m, d.h. der Kehrwert von ¼ ist 4. Die Linse hat also eine Brechkraft von 4 Dioptrien

Brennweite der Linse: 25 cm
Entspricht: ¼ m
Kehrwert: 4
Also Brechkraft: 4 Dioptrien

Objektive Refraktion

Bezeichnet die (objektive ohne Angaben des Probanden) Messung des Brechungszustandes des Auges, dazu stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Manuelle Refraktometer, z.B. von den Herstellern Rodenstock oder Zeiss („Zeiss-Bombe“), die heute kaum noch in Gebrauch sind, weil sie von den Auto-Refraktometern verschiedenster Hersteller verdrängt wurden.
     
  • Automatische Refraktometer/Keratorefraktometer. Beispiele:

Automatisches Kerato-Refrakto-Tonometer TRK-3 OMNIA, Quelle: Topcon Healthcare

Auto Ref/Keratometer, Quelle: NIDEK

Handheld Ref/Keratometer, Quelle: NIDEK

Augendruckmessung

Applanationstonometrie

Die Bestimmung des Augeninnendruckes gibt häufig erste Hinweise auf einen Grünen Star. Dabei wird die Hornhautoberfläche des Auges durch Tropfen betäubt. Mit einem kleinen Messkörperchen aus Plexiglas wird dann schmerzfrei ein leichter Druck auf die Hornhautmitte des Auges ausgeübt, so dass ein bestimmtes Hornhautareal abgeplattet wird. Der Augenarzt liest auf einer Skala am Messgerät den Wert des Augeninnendruckes direkt ab. Je nach Tageszeit kann der Augeninnendruck stark schwanken. In Einzelfällen ist es daher sinnvoll, den Druck mehrmals am Tag zu kontrollieren. Messwerte bis 21 mmHg gelten als normal. Im Rahmen einer Früherkennung/Vorsorge Selbstzahlerleistung, bei festgestelltem Glaukom Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Dynamische Konturtonometrie (Pascal-Tonometrie)

Dieses Verfahren ermöglicht eine Messung des Augeninnendrucks unabhängig von der Hornhautdicke und liefert zusätzliche Informationen für die Glaukomdiagnostik. Darüber hinaus sind die Messergebnisse deutlich besser reproduzierbar. Die Messung ist weitestgehend unabhängig von der Hornhautdicke. Zusätzlich wird die Schwankungsbreite des Augeninnendruckes während der Blutdruckamplitude gemessen. Neben dem Augeninnendruck liefert auch dieser Wert zusätzliche Hinweise auf das Vorliegen eines Glaukoms oder auf eine verbesserungsbedürftige therapeutische Einstellung. Dieses moderne Verfahren geht über den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus. Eine gesetzliche Krankenkasse darf deshalb die Kosten für diese Untersuchung nicht übernehmen (Selbstzahlerleistung).

Non-Contact-Tonometrie (NCT)

Sie ist eine berührungsfreie Methode der Augeninnendruckmessung (Tonometrie). Bei der Non-Contact-Tonometrie wird die Kornea (Hornhaut) kontaktfrei mit Hilfe eines Luftstoßes, der den Tonometerkopf ersetzt, applaniert. Der 3-ms-Luftstoß führt zu einer kurzzeitigen Hornhautdeformation, aus welcher der Augeninnendruck berechnet werden kann. Diese Methode wird meist für Screeningzwecke benutzt. Vorteile der NCT sind:

  • schmerzfrei, keine Lokalanästhesie der Kornea notwendig
  • schnelle Durchführbarkeit
  • keine Infektionsgefahr, da kein direkter Kontakt zur Kornea
  • Nachteil der NCT: geringere Messgenauigkeit im Vergleich zu anderen Tonometrieverfahren

Im Rahmen einer Früherkennung/Vorsorge Selbstzahlerleistung, bei festgestelltem Glaukom Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Impressionstonometrie (nach Schiötz)

Bei der Schiötz-Tonometrie wird am liegenden Patienten ein Gerät mit einem Messstift auf das Auge aufgesetzt. Der Stift drückt die Hornhaut leicht ein, wobei die Tiefe hauptsächlich vom Augeninnendruck abhängt. Der Druckwert wird auf einer Skala abgelesen. Dieses Messverfahren wird heute praktisch kaum noch und nur in Ausnahmefällen angewandt, z.B. wenn am Krankenbett kein sog. Handapplanationstonometer zur Verfügung steht. Im Rahmen einer Früherkennung/Vorsorge Selbstzahlerleistung, bei festgestelltem Glaukom Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Spaltlampenuntersuchung

Das Spaltlampenmikroskop ist das wichtigste Untersuchungsgerät des Augenarztes. Mit ihm ist es möglich das Auge in hoher Vergrößerung stereoskopisch zu untersuchen. Der Patient legt dazu seinen Kopf auf die Kopfstütze vor der Spaltlampe, um störende Kopfbewegungen des Patienten zu vermeiden. Der Augenarzt kann über Schiebe- und Drehmechanismen das Spaltlampenmikroskop so vor den Augen seines Patienten positionieren, dass er ein scharfes Bild erhält. Mit niedrigen Vergrößerungsstufen (ca. 6-fach) werden die Lider und äußeren Augenabschnitte beobachtet. Zur Untersuchung der Bindehaut, der Hornhaut, des Tränenfilms, der Augenlinse, der vorderen Augenkammer und des Glaskörpers werden höhere Vergrößerungen benutzt (16 – 40-fach). So variabel die Vergrößerung ist, so variabel ist auch die Beleuchtung. In der Regel wird mit weißem Licht untersucht. Für spezielle Untersuchungen können Filter in den Strahlengang geschwenkt werden, so dass mit grünem und blauem Licht untersucht werden kann.

Die Form und der Durchmesser des beleuchteten Lichtstrahls kann verändert werden. Am häufigsten wird ein spaltförmiger Lichtstrahl verwendet (daher auch der Name Spaltlampe). Die Richtung des Beleuchtungsstrahls kann durch Schwenken der Lampe in allen Richtungen verändert werden. Durch Verwendung dieses spaltförmigen Strahlengangs können die transparenten optischen Medien sehr gut untersucht werden, also z. B. die Augenlinse, die Hornhaut usw..

Unter Zuhilfenahme von speziellen Lupen oder Kontaktgläsern lässt sich mit der Spaltlampe auch der Augenhintergrund stereoskopisch sehr genau untersuchen. Durch Einschwenken eines Augentonometers (Druckmessgerät) wird an der Spaltlampe der Augendruck schmerzfrei gemessen. Der Sitz und die Beweglichkeit von Kontaktlinsen wird ebenfalls an der Spaltlampe überprüft. Die meisten augenärztlichen Laser kommen mit der Spaltlampe zum Einsatz. Durch besondere Laseradapter wird das betreffende Laserlicht in den Lichtstrahlengang des Spaltlampenmikroskops eingeblendet und kann so unter exakter optischer Kontrolle angewandt werden.

Spaltlampenfotografie

Was der untersuchende Augenarzt mit seiner Spaltlampe sieht, kann auch fotografisch dokumentiert werden. Dazu muss über einen Strahlenteiler ein Fotoapparat angekoppelt werden. Heute werden oft Videokameras statt der herkömmlichen Fotoapparate verwendet. Die Spaltlampenfotografie ist eine individuelle Gesundheitsleistung, die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen (Selbstzahlerleistung).

Augenspiegelung (Ophthalmoskopie)

Die wichtigste Untersuchung zum Ausschluss eines Glaukoms ist die Beurteilung des Sehnervs durch eine Spiegelung des Augenhintergrundes. An der Austrittsstelle des Sehnervs zum Gehirn können charakteristische Glaukomveränderungen schon früh festgestellt werden.

Die Spiegelung des Augenhintergrundes wird vom Augenarzt vorgenommen. Sie dient der Erkennung von Veränderungen im Inneren des Auges, insbesondere von Veränderungen an Glaskörper, Sehnerv und Netzhaut. Das Auge wird mit einer hellen Lichtquelle ausgeleuchtet und das Augeninnere über Lupensysteme mit unterschiedlicher Vergrößerung untersucht. Die Untersuchung wird heute meist als indirekte Spiegelung mit einem Binokularophthalmoskop durchgeführt, ist schmerzfrei und dauert wenige Minuten. Je nach Fragestellung kann es erforderlich sein, die Pupillen mit Augentropfen vorübergehend zu erweitern. Sollte eine Kontaktglasuntersuchung erforderlich sein, wird die Augenoberfläche kurzzeitig mit Augentropfen betäubt. Nach einer Pupillenerweiterung ist das Sehvermögen vorübergehend herabgesetzt. In dieser Zeit darf kein Fahrzeug gelenkt werden.

Der Sehnervenbefund sollte heute durch eine Bildgebung dokumentiert werden.
Die Augenspiegelung mit Kamera oder als Video-Ophthalmoskopie ist eine Selbstzahlerleistung.

Bildgebung des Augenhintergrundes

Die Fotografie des Augenhintergrunds hat besonders zu Dokumentationszwecken große Bedeutung erlangt. Früher mussten Befunde des Augenhintergrunds zeichnerisch festgehalten werden, was mühsam und nicht sehr genau war. Bei der Fundusfotografie wird mit einer eigens dafür entwickelten Funduskamera ein Bild des Augenhintergrunds in einen Fotoapparat projiziert. Diese Aufnahmen geben ein sehr gutes Bild des gesamten zentralen Augenhintergrunds. Aufnahmen sind in verschiedenen Vergrößerungen möglich. So sind Ausschnitte des Augenhintergrunds in 50°, 30° oder 20° erhältlich. Aufnahmen können in Farbe, Schwarzweiß und mit zusätzlichen Spezialfiltern gemacht werden. Die Fotografie des Augenhintergrunds ist eine Selbstzahlerleistung.


Patientin bei der Fundusfotografie

Farbfoto des rechten Auges (Normalbefund) Das Bild zeigt den zentralen Augenhintergrund mit der etwas dunkler pigmentierten Netzhautmitte (Macula) – hier in der Mitte des Bildes gelegen – und dem Sehnervenkopf (Papille) mit den dort austretenden Netzhautgefäßen. 

Laserscanning-Ophthalmoskopie (LSO)

Ein diagnostisches bildgebendes Verfahren zur Untersuchung des Augenhintergrundes. Diese Methode ermöglicht eine hochauflösende ultrastrukturelle Bildgebung der Netzhaut, ohne dass eine medikamentöse Pupillenerweiterung erforderlich ist. Wichtige Anbieter von LSO (mit Weitwinkel- bzw. Ultraweitwinkelbildgebung) sind z.B: Eidon, Zeiss-meditec (Clarus) und Optos. Hier sind einige wichtige Punkte zur Laserscanning-Netzhautuntersuchung am Beispiel des Optomap-Gerätes, die Geräte anderer Hersteller bieten ähnliche Leistungen:

Vorteile:

  • Keine Pupillenerweiterung: Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden erfordert die SLO keine Pupillenerweiterung.
  • Fahrtauglichkeit bleibt erhalten: Die Untersuchung beeinträchtigt nicht die Fahrtüchtigkeit.
  • Kurze Untersuchungsdauer: Die Aufnahme dauert nur wenige Sekunden.
  • Geringste Fehlerquote: Optomap hat die geringste Fehlerquote bei der Erkennung von Netzhautveränderungen im Vergleich zu anderen Methoden.
  • Ultra-Weitwinkel: Bis zu 200 Grad des Augenhintergrundes können in einer einzigen Aufnahme betrachtet werden.
  • Klinisch validiert: In über 1000 klinischen Studien wurde die Wirksamkeit des Optomap-Geräts bestätigt.
  • Früherkennung: ermöglicht die Früherkennung von Krankheiten oder Anomalien im hinteren Augenabschnitt.

Anwendungsgebiete:

  • Diabetes mellitus: Erkennung von Netzhautveränderungen im Zusammenhang mit Diabetes.
  • Arterieller Bluthochdruck: Auch Bluthochdruck kann am Auge sichtbar werden
  • Kurzsichtigkeit (Myopie): nützlich für Myopie-Patienten.
  • Medikamentöse Therapie: Bei Brustkrebs (Tamoxifen, Letrozol) oder rheumatoider Arthritis (Chloroquin).
  • Kontrolle nach Netzhaut-Operationen oder Laserbehandlungen.

Die Laser-Scanning-Ophthalmoskopie spielt eine herausragende Rolle als diagnostisches Verfahren, zur Verlaufskontrolle und zur Therapieplanung. Bei Vorsorgeuntersuchungen kann frühzeitig festgestellt werden, ob Sie an einer Erkrankung der Netzhaut leiden, um rechtzeitig Maßnahmen zur Erhaltung Ihrer Sehkraft zu ergreifen. Die Laser-Scanning-Ophthalmoskopie ist eine Selbstzahlerleistung.

(letzte Aktualisierung 08-05-2026)

Sonografie

In der Natur gelingt es der Fledermaus, durch Aussendung und Empfang von Ultraschallwellen auch in Dunkelheit, sich genau zu orientieren, Entfernungen zu messen und Beutetiere zu orten. Bei der Ultraschalluntersuchung des Auges findet prinzipiell dieselbe Technik Anwendung. Ultraschallwellen geringer Energie werden in das Augeninnere abgegeben und von dort reflektiert. Die Untersuchung ist durch einfache Tropfbetäubung schmerzlos, nicht belastend und für das Auge ungefährlich.

Die Länge des Auges und die Entfernung seiner inneren Strukturen zueinander können exakt ausgemessen werden,, man spricht hier von Biometrie. Wichtig ist dieses Verfahren bei der Brechkraftberechnung von Kunststofflinsen, die bei der Grauen Star Operation in das Auge implantiert werden.

In bestimmten Situationen ist es dem Augenarzt nicht möglich, in das Auge hineinzusehen, z. B. bei völlig eingetrübter Linse oder einer dichten Blutung, hier gelingt es mit Ultraschall, das Augeninnere zu untersuchen und darzustellen. Damit können eventuell in das Auge eingedrungene Fremdkörper geortet werden oder auch eine Netzhautablösung diagnostiziert werden. Selbst Teile der Augenhöhle lassen sich mit Ultraschall bildlich darstellen und untersuchen. Dies kann bei verschiedenen Fragestellungen von Bedeutung sein, wie z. B. bei Schilddrüsenerkrankungen


Behandlung/Operation

Behandlung Tumore

Augentumore bei Kindern

Kleine Tumoren werden lokal behandelt (Laser, Bestrahlung, Kälte- oder Wärmetherapie), große Retinoblastome erfordern die Entfernung des Augapfels mit anschließender Chemo- und oder Strahlentherapie, außerdem Versorgung mit Augenprothesen.

Augentumore bei Erwachsenen

Therapie abhängig von Lage und Größe, häufig durch lokale Bestrahlung (Brachytherapie), aber auch Entfernung des Augapfels

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