Krankheitsbilder
Bindehautentzündung
Die Bindehaut (Conjunctiva) des Auges ist die den sichtbaren weißen Teil des Augapfels und die Innenseite der Lider überziehende Schleimhaut. Wenn Bakterien oder Viren die Ursache einer Entzündung sind, spricht man auch von einer infektiösen Bindehautentzündung (infektiöse bakterielle oder virale Conjunctivitis), diese kann übertragen werden, ist also ansteckend. Häufig sind aber auch Allergien der Auslöser einer Bindehautentzündung, hier besteht kein Ansteckungsrisiko.
Bei einer Bindehautentzündung ist das Auge gerötet, manchmal tränt und juckt es und es kommt zu Absonderungen, die bei bakterieller Ursache weißlich-gelblich (eitrig), bei viraler oder allergischer Ursache klar-wässrig sind.
Hornhautentzündung

Die Hornhaut ist das kuppelförmige, klare Gewebe hinter dem die Regenbogenhaut (Iris) und die Pupille zu erkennen sind, sie ist quasi das „Fenster zu Welt“. Eine Entzündung (Keratitis) wird meist durch Bakterien oder Viren, seltener auch durch Pilze hervorgerufen. Aber auch UV-Strahlung (Aufenthalt im Hochgebirge, bei Schweißarbeiten), trockene Augen oder Fremdkörper können eine Hornhautentzündung auslösen. Symptome sind starke Rötung, Schmerzen und Fremdkörpergefühl, was die betroffene Person veranlassen sollte, umgehend einen Augenarzt (m/w/d) aufzusuchen, um Komplikationen und möglichen Folgeschäden wie Narbenbildungen, welche je nach Ausprägung das Sehvermögen u.U. erheblich beeinträchtigen können, vorzubeugen.
Regenbogenhautentzündung (Iritis/Iridocyclitis o. auch Uveitis anterior)
Als Regenbogenhaut (Iris) wird die pigmentierte Blende im Auge bezeichnet, die zur mittleren Augenhaut gehört, welche auch Uvea genannt wird; sie trennt die vordere und hintere Augenkammer und reguliert mit der zentral liegenden Pupille den Lichteinfall ins Auge.
Im hinteren Augenabschnitt gehören zur mittleren Augenhaut (Uvea) der Strahlenkörper (Corpus ciliare) und die Aderhaut (Chorioidea). Am häufigsten tritt die Entzündung der Regenbogenhaut in Kombination mit entzündlichem Reiz des Strahlenkörpers als sog. Iridocyclitis auf. Weiter kann sie akut (75%) oder wiederholt (chronisch/chronisch rezidivierend) in Erscheinung treten.
Die Entzündung ist meist eine immunologische Reaktion ausgelöst ausgelöst durch eine Erkrankung aus dem rheumatischen Bereich, seltener liegen infektiöse Ursachen durch Bakterien oder Viren vor.
Leitbeschwerden sind:
- Starke Schmerzen mit Verschlimmerung bei Lichteinfall
- Allgemeine oder örtlich begrenzte Rötung
- Starker Tränenfluss
- Eventuell Lidkrampf
- Häufig Sehverschlechterung.
Entzündung der gesamten mittleren Augenhaut (Panuveitis)
Die Entzündung erstreckt sich über alle Abschnitte der mittleren Augenhaut (Uvea), also der Regenbogenhaut, des Strahlenkörpers und der Aderhaut. Dabei können auch angrenzende Strukturen wie Linse, Glaskörper und Netzhaut mitbeteiligt sein. Als Ursache kommen sowohl Infektionen als auch nicht infektiöse Auslöser wie Autoimmunerkrankungen, Darmerkrankungen und andere Systemerkrankungen infrage, selten kann keine Ursache ermittelt werden, man spricht dann von einer idiopathischen
Panuveitis.
Leitbeschwerden einer Panuveitis:
- Augenschmerzen und Entzündungen
- Floater oder kleine Flecken im Sichtfeld
- Photophobie oder Lichtempfindlichkeit
- Augenrötung
- Verschwommenes Sehen, Herabsetzung der Sehschärfe
Entzündung des Augeninneren (Endophthalmitis)
Es handelt sich um eine Infektion im gesamten Inneren des Auges, und das Auftreten einer Endophthalmitis ist ein medizinischer Notfall. Hervorgerufen werden kann sie durch eine Infektion nach einer Augenverletzung oder eine Infektion im Blutstrom, in sehr seltenen Fällen als Komplikation nach einer Augenoperation.
Leitbeschwerden sind:
- sehr starke Augenschmerzen
- massive Rötung
- extreme
- Lichtempfindlichkeit
- und meist deutliche Herabsetzung der Sehschärfe
Untersuchungsmethoden
Sehleistung, wenn möglich objektive Refraktion, Sehschärfe best. korrigiert, Spaltlampenuntersuchung der vorderen+mittleren Abschnitte (sinnvoll mit Fotodokumentation (Selbstzahlerleistung)), soweit möglich Augenhintergrund (sinnvoll mit Bildgebung z.B. digitales Fundusfoto oder Laserscanningophthalmoskopie (Selbstzahlerleistung), Augeninnendruck, bei uveitis posterior ggf. OCT der Netzhautmitte (Selbstzahlerleistung).
Refraktionsbestimmung
Bedeutung der Sehschärfenbestimmung
Die Ermittlung der Korrektionsgläser zum Erzielen der bestmöglichen Sehschärfe ist außerordentlich wichtig nicht nur zur Brillenglasbestimmung sonder auch zur Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Auges und in gutachterlicher Hinsicht. Säuglinge und Kleinkinder können bei einem Brechkraftfehler (Refraktionsanomalie) erst mit einer passenden Brillenkorrektur ihre beste Sehfähigkeit entwickeln. Wird die rechtzeitige Korrektur versäumt, bleibt eine nicht beeinflussbare Sehschwäche lebenslang bestehen. Wird keine optimale Sehschärfe erreicht, muss zur Diagnose einer möglichen Krankheit nach der Ursache geforscht werden.
Bestimmung der erforderlichen Korrektur
Der Patient sitzt in einer vorgeschriebenen Entfernung vor einer Sehprobentafel. Entweder sind die Sehzeichen aufgedruckt oder werden mit einem Projektor auf dieser Tafel dargestellt: Zahlen, Kinderbilder, E-Haken, Landoltringe. Für gutachterliche Untersuchungen ist der Untersuchungsplatz nach DIN-58220 eingerichtet, um unter gleichen Bedingungen Sehschärfenergebnisse miteinander vergleichen zu können.
Zunächst prüft man die Sehschärfe ohne Prüfgläser. Dann schaut der Prüfling durch eine Messbrille oder einen Apparat, der die verschiedenen Gläser vor das zu untersuchende Auge schiebt (Phoropter). Durch Hinzufügen und Wiederentfernen von Messgläsern (Minus- oder Pluslinsen) wird die optimale Sehschärfe ermittelt. Das Abfragen des Seheindruckes während einer Sehschärfenprüfung ist nicht immer einfach und verlangt von beiden – vom „Prüfer“ und „Prüfling“ – eine hohe Konzentration. Schließlich soll an Hand der ermittelten Refraktionswerte eine Brille angefertigt werden, die „passen“ muss.
Bestimmung der Fehlsichtigkeit bei Kindern
Bei Kindern und nicht kommunikationsfähigen Menschen kann eine Sehschärfenbestimmung nicht im Wechselgespräch erfolgen. In diesen Fällen können nur apparativ ermittelte Werte verwendet werden.
Definition der Glasstärke
Die Wirkung eines Glases ist durch seine Brennweite bestimmt. Der Kehrwert der Brennweite – in Meter gemessenen – ist die Dioptrienzahl (= Stärke des Glases), z.B. die Brennweite einer Sammellinse beträgt ¼ m, d.h. der Kehrwert von ¼ ist 4. Die Linse hat also eine Brechkraft von 4 Dioptrien
Brennweite der Linse: 25 cm
Entspricht: ¼ m
Kehrwert: 4
Also Brechkraft: 4 Dioptrien
Objektive Refraktion
Bezeichnet die (objektive ohne Angaben des Probanden) Messung des Brechungszustandes des Auges, dazu stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
- Manuelle Refraktometer, z.B. von den Herstellern Rodenstock oder Zeiss („Zeiss-Bombe“), die heute kaum noch in Gebrauch sind, weil sie von den Auto-Refraktometern verschiedenster Hersteller verdrängt wurden.
- Automatische Refraktometer/Keratorefraktometer. Beispiele:
Automatisches Kerato-Refrakto-Tonometer TRK-3 OMNIA, Quelle: Topcon Healthcare | ![]() Auto Ref/Keratometer, Quelle: NIDEK | ![]() Handheld Ref/Keratometer, Quelle: NIDEK |
Augendruckmessung

Applanationstonometrie
Die Bestimmung des Augeninnendruckes gibt häufig erste Hinweise auf einen Grünen Star. Dabei wird die Hornhautoberfläche des Auges durch Tropfen betäubt. Mit einem kleinen Messkörperchen aus Plexiglas wird dann schmerzfrei ein leichter Druck auf die Hornhautmitte des Auges ausgeübt, so dass ein bestimmtes Hornhautareal abgeplattet wird. Der Augenarzt liest auf einer Skala am Messgerät den Wert des Augeninnendruckes direkt ab. Je nach Tageszeit kann der Augeninnendruck stark schwanken. In Einzelfällen ist es daher sinnvoll, den Druck mehrmals am Tag zu kontrollieren. Messwerte bis 21 mmHg gelten als normal. Im Rahmen einer Früherkennung/Vorsorge Selbstzahlerleistung, bei festgestelltem Glaukom Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.
Dynamische Konturtonometrie (Pascal-Tonometrie)
Dieses Verfahren ermöglicht eine Messung des Augeninnendrucks unabhängig von der Hornhautdicke und liefert zusätzliche Informationen für die Glaukomdiagnostik. Darüber hinaus sind die Messergebnisse deutlich besser reproduzierbar. Die Messung ist weitestgehend unabhängig von der Hornhautdicke. Zusätzlich wird die Schwankungsbreite des Augeninnendruckes während der Blutdruckamplitude gemessen. Neben dem Augeninnendruck liefert auch dieser Wert zusätzliche Hinweise auf das Vorliegen eines Glaukoms oder auf eine verbesserungsbedürftige therapeutische Einstellung. Dieses moderne Verfahren geht über den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus. Eine gesetzliche Krankenkasse darf deshalb die Kosten für diese Untersuchung nicht übernehmen (Selbstzahlerleistung).
Non-Contact-Tonometrie (NCT)
Sie ist eine berührungsfreie Methode der Augeninnendruckmessung (Tonometrie). Bei der Non-Contact-Tonometrie wird die Kornea (Hornhaut) kontaktfrei mit Hilfe eines Luftstoßes, der den Tonometerkopf ersetzt, applaniert. Der 3-ms-Luftstoß führt zu einer kurzzeitigen Hornhautdeformation, aus welcher der Augeninnendruck berechnet werden kann. Diese Methode wird meist für Screeningzwecke benutzt. Vorteile der NCT sind:
- schmerzfrei, keine Lokalanästhesie der Kornea notwendig
- schnelle Durchführbarkeit
- keine Infektionsgefahr, da kein direkter Kontakt zur Kornea
- Nachteil der NCT: geringere Messgenauigkeit im Vergleich zu anderen Tonometrieverfahren
Im Rahmen einer Früherkennung/Vorsorge Selbstzahlerleistung, bei festgestelltem Glaukom Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.
Impressionstonometrie (nach Schiötz)
Bei der Schiötz-Tonometrie wird am liegenden Patienten ein Gerät mit einem Messstift auf das Auge aufgesetzt. Der Stift drückt die Hornhaut leicht ein, wobei die Tiefe hauptsächlich vom Augeninnendruck abhängt. Der Druckwert wird auf einer Skala abgelesen. Dieses Messverfahren wird heute praktisch kaum noch und nur in Ausnahmefällen angewandt, z.B. wenn am Krankenbett kein sog. Handapplanationstonometer zur Verfügung steht. Im Rahmen einer Früherkennung/Vorsorge Selbstzahlerleistung, bei festgestelltem Glaukom Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.
Spaltlampenuntersuchung


Das Spaltlampenmikroskop ist das wichtigste Untersuchungsgerät des Augenarztes. Mit ihm ist es möglich das Auge in hoher Vergrößerung stereoskopisch zu untersuchen. Der Patient legt dazu seinen Kopf auf die Kopfstütze vor der Spaltlampe, um störende Kopfbewegungen des Patienten zu vermeiden. Der Augenarzt kann über Schiebe- und Drehmechanismen das Spaltlampenmikroskop so vor den Augen seines Patienten positionieren, dass er ein scharfes Bild erhält. Mit niedrigen Vergrößerungsstufen (ca. 6-fach) werden die Lider und äußeren Augenabschnitte beobachtet. Zur Untersuchung der Bindehaut, der Hornhaut, des Tränenfilms, der Augenlinse, der vorderen Augenkammer und des Glaskörpers werden höhere Vergrößerungen benutzt (16 – 40-fach). So variabel die Vergrößerung ist, so variabel ist auch die Beleuchtung. In der Regel wird mit weißem Licht untersucht. Für spezielle Untersuchungen können Filter in den Strahlengang geschwenkt werden, so dass mit grünem und blauem Licht untersucht werden kann.
Die Form und der Durchmesser des beleuchteten Lichtstrahls kann verändert werden. Am häufigsten wird ein spaltförmiger Lichtstrahl verwendet (daher auch der Name Spaltlampe). Die Richtung des Beleuchtungsstrahls kann durch Schwenken der Lampe in allen Richtungen verändert werden. Durch Verwendung dieses spaltförmigen Strahlengangs können die transparenten optischen Medien sehr gut untersucht werden, also z. B. die Augenlinse, die Hornhaut usw..
Unter Zuhilfenahme von speziellen Lupen oder Kontaktgläsern lässt sich mit der Spaltlampe auch der Augenhintergrund stereoskopisch sehr genau untersuchen. Durch Einschwenken eines Augentonometers (Druckmessgerät) wird an der Spaltlampe der Augendruck schmerzfrei gemessen. Der Sitz und die Beweglichkeit von Kontaktlinsen wird ebenfalls an der Spaltlampe überprüft. Die meisten augenärztlichen Laser kommen mit der Spaltlampe zum Einsatz. Durch besondere Laseradapter wird das betreffende Laserlicht in den Lichtstrahlengang des Spaltlampenmikroskops eingeblendet und kann so unter exakter optischer Kontrolle angewandt werden.
Spaltlampenfotografie
Was der untersuchende Augenarzt mit seiner Spaltlampe sieht, kann auch fotografisch dokumentiert werden. Dazu muss über einen Strahlenteiler ein Fotoapparat angekoppelt werden. Heute werden oft Videokameras statt der herkömmlichen Fotoapparate verwendet. Die Spaltlampenfotografie ist eine individuelle Gesundheitsleistung, die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen (Selbstzahlerleistung).
Augenspiegelung (Ophthalmoskopie)


Die wichtigste Untersuchung zum Ausschluss eines Glaukoms ist die Beurteilung des Sehnervs durch eine Spiegelung des Augenhintergrundes. An der Austrittsstelle des Sehnervs zum Gehirn können charakteristische Glaukomveränderungen schon früh festgestellt werden.
Die Spiegelung des Augenhintergrundes wird vom Augenarzt vorgenommen. Sie dient der Erkennung von Veränderungen im Inneren des Auges, insbesondere von Veränderungen an Glaskörper, Sehnerv und Netzhaut. Das Auge wird mit einer hellen Lichtquelle ausgeleuchtet und das Augeninnere über Lupensysteme mit unterschiedlicher Vergrößerung untersucht. Die Untersuchung wird heute meist als indirekte Spiegelung mit einem Binokularophthalmoskop durchgeführt, ist schmerzfrei und dauert wenige Minuten. Je nach Fragestellung kann es erforderlich sein, die Pupillen mit Augentropfen vorübergehend zu erweitern. Sollte eine Kontaktglasuntersuchung erforderlich sein, wird die Augenoberfläche kurzzeitig mit Augentropfen betäubt. Nach einer Pupillenerweiterung ist das Sehvermögen vorübergehend herabgesetzt. In dieser Zeit darf kein Fahrzeug gelenkt werden.
Der Sehnervenbefund sollte heute durch eine Bildgebung dokumentiert werden.
Die Augenspiegelung mit Kamera oder als Video-Ophthalmoskopie ist eine Selbstzahlerleistung.
Bildgebung des Augenhintergrundes
Die Fotografie des Augenhintergrunds hat besonders zu Dokumentationszwecken große Bedeutung erlangt. Früher mussten Befunde des Augenhintergrunds zeichnerisch festgehalten werden, was mühsam und nicht sehr genau war. Bei der Fundusfotografie wird mit einer eigens dafür entwickelten Funduskamera ein Bild des Augenhintergrunds in einen Fotoapparat projiziert. Diese Aufnahmen geben ein sehr gutes Bild des gesamten zentralen Augenhintergrunds. Aufnahmen sind in verschiedenen Vergrößerungen möglich. So sind Ausschnitte des Augenhintergrunds in 50°, 30° oder 20° erhältlich. Aufnahmen können in Farbe, Schwarzweiß und mit zusätzlichen Spezialfiltern gemacht werden. Die Fotografie des Augenhintergrunds ist eine Selbstzahlerleistung.
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| ![]() | Farbfoto des rechten Auges (Normalbefund) Das Bild zeigt den zentralen Augenhintergrund mit der etwas dunkler pigmentierten Netzhautmitte (Macula) – hier in der Mitte des Bildes gelegen – und dem Sehnervenkopf (Papille) mit den dort austretenden Netzhautgefäßen. |
Laserscanning-Ophthalmoskopie (LSO)
Ein diagnostisches bildgebendes Verfahren zur Untersuchung des Augenhintergrundes. Diese Methode ermöglicht eine hochauflösende ultrastrukturelle Bildgebung der Netzhaut, ohne dass eine medikamentöse Pupillenerweiterung erforderlich ist. Wichtige Anbieter von LSO (mit Weitwinkel- bzw. Ultraweitwinkelbildgebung) sind z.B: Eidon, Zeiss-meditec (Clarus) und Optos. Hier sind einige wichtige Punkte zur Laserscanning-Netzhautuntersuchung am Beispiel des Optomap-Gerätes, die Geräte anderer Hersteller bieten ähnliche Leistungen:
Vorteile:
- Keine Pupillenerweiterung: Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden erfordert die SLO keine Pupillenerweiterung.
- Fahrtauglichkeit bleibt erhalten: Die Untersuchung beeinträchtigt nicht die Fahrtüchtigkeit.
- Kurze Untersuchungsdauer: Die Aufnahme dauert nur wenige Sekunden.
- Geringste Fehlerquote: Optomap hat die geringste Fehlerquote bei der Erkennung von Netzhautveränderungen im Vergleich zu anderen Methoden.
- Ultra-Weitwinkel: Bis zu 200 Grad des Augenhintergrundes können in einer einzigen Aufnahme betrachtet werden.
- Klinisch validiert: In über 1000 klinischen Studien wurde die Wirksamkeit des Optomap-Geräts bestätigt.
- Früherkennung: ermöglicht die Früherkennung von Krankheiten oder Anomalien im hinteren Augenabschnitt.
Anwendungsgebiete:
- Diabetes mellitus: Erkennung von Netzhautveränderungen im Zusammenhang mit Diabetes.
- Arterieller Bluthochdruck: Auch Bluthochdruck kann am Auge sichtbar werden
- Kurzsichtigkeit (Myopie): nützlich für Myopie-Patienten.
- Medikamentöse Therapie: Bei Brustkrebs (Tamoxifen, Letrozol) oder rheumatoider Arthritis (Chloroquin).
- Kontrolle nach Netzhaut-Operationen oder Laserbehandlungen.
Die Laser-Scanning-Ophthalmoskopie spielt eine herausragende Rolle als diagnostisches Verfahren, zur Verlaufskontrolle und zur Therapieplanung. Bei Vorsorgeuntersuchungen kann frühzeitig festgestellt werden, ob Sie an einer Erkrankung der Netzhaut leiden, um rechtzeitig Maßnahmen zur Erhaltung Ihrer Sehkraft zu ergreifen. Die Laser-Scanning-Ophthalmoskopie ist eine Selbstzahlerleistung.
(letzte Aktualisierung 08-05-2026)



Papillen-Tomographie (Optische Kohärenz-Tomographie OCT) für Sehnerven
Bei dieser Untersuchung kann die Fläche des Sehnervenkopfes (Papille), die evtl. Aushöhlung (Excavation), die Nervenfaserschichtdicke um die Papille herum sowie die Stärke des um die Sehgrube (Macula) liegenden Ganglienzellkomplexes bestimmt werden. Die Kosten für diese Leistung werden von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen (Selbstzahlerleistung).
Die farbliche Darstellung zeigt die unterschiedliche Dicke der Netzhautschichten im Bereich des Sehnervenkopfes als Hinweise auf ein Fortschreiten eines Glaukomschadens an:
(letzte Aktualisierung: 08-05-2026)
Behandlung/Operation
Geeignete medikamentöse lokale oder auch systemische entzündungshemmende Therapie, evtl. auch operative Verfahren.
Bindehautentzündung
Bakterielle Bindehautentzündungen werden mit antibiotischen Augentropfen behandelt, virale symptomatisch und allergisch bedingte mit antiallergisch.
Regenbogenhautentzündung
Die Behandlung richtet sich nach der durch die teilweise notwendigen umfangreichen Diagnostik gefundenen Ursache; immer wird örtlich entzündungshemmend behandelt und parallel dazu auch die auslösende Grunderkrankung. Komplikationen insbesondere bei wiederholtem Auftreten oder chronischem können sein: sich entwickelnde Linsentrübungen (Cataracta complicata) und Grüner Star (Sekundärglaukom).
Entzündung der gesamten mittleren Augenhaut
Die Behandlungsmöglichkeiten richten sich auch hier nach der festgestellten Ursache, also entzündungshemmend, das Immunsystem beeinflussend. Mögliche Komplikationen können auftreten in Form von Grünem Star (Sekundärglaukom), Grauem Star (Cataracta complicata), Netzhautablösung (Amotio oder auch Ablatio retinae), Netzhautschwellung (Ödem), im schlimmsten Fall auch Erblindung.
Entzündung des Augeninneren
Eine möglichst frühzeitige Behandlung durch Antibiotika ist notwendig hinsichtlich der der Gesundung des Auges und der Erhaltung der Sehschärfe. Auch ein chirurgischer Eingriff kann zusätzlich erforderlich werden. Dennoch ist häufig die Prognose hinsichtlich der Sehschärfe auch bei früher Diagnosestellung und sofortiger Einleitung der angemessenen Behandlung nicht gut.








